Sagrusan GmbH – Onlineshop
Die Herstellung unserer Kräutertinkturen nach der Tradition von Paracelsus
Unsere Kräutertinkturen entstehen nicht durch einen einfachen Auszug, sondern in einem mehrstufigen Herstellungsprozess, der sich an der traditionellen Alchemie und Spagyrik nach Paracelsus orientiert. Dabei werden die verschiedenen Bestandteile der Pflanze – ihre löslichen Stoffe, ihre flüchtigen Anteile und ihre mineralischen Bestandteile – bewusst voneinander getrennt, bearbeitet und anschließend wieder miteinander vereint.
So entsteht ein ganzheitlicher Pflanzenansatz, bei dem nicht nur ein Teil der Pflanze verwendet wird, sondern die Pflanze in ihrer Vielschichtigkeit berücksichtigt wird.
1. Auswahl und Vorbereitung der Kräuter
Am Anfang steht die sorgfältige Auswahl der Kräuter, wann immer möglich beziehen wir diese in Bio-Qualität. Das ist für uns von großer Bedeutung, denn die Pflanze soll möglichst naturbelassen in den Herstellungsprozess eingehen. Je nach Pflanzenart kann die Verwendung von frischem oder getrocknetem Pflanzenmaterial sinnvoll sein.
Für den Ansatz werden die Pflanzenteile sorgfältig zerkleinert, dadurch wird die Oberfläche des Pflanzenmaterials vergrößert und der Alkohol kann die pflanzlichen Bestandteile besser erreichen.
2. Der Ansatz mit Bio-Alkohol
Die vorbereiteten Kräuter werden mit hochwertigem Bio-Alkohol angesetzt.
Der Alkohol dient dabei als Lösungsmittel und Extraktionsmedium. Er kann bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe aufnehmen und aus dem Pflanzenmaterial herauslösen. Gleichzeitig trägt er dazu bei, den Ansatz haltbar zu machen.
Dadurch ist es uns außerdem möglich auf jegliche künstlichen Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, zu verzichten.
Das Pflanzenmaterial bleibt über einen längeren Zeitraum im Alkohol. Während dieser Zeit kann der Alkohol nach und nach die löslichen Bestandteile der Pflanze aufnehmen.
Extraktion
Alkohol ist in der traditionellen Pflanzenkunde ein besonders vielseitiges Extraktionsmittel. Er kann sowohl wasserlösliche als auch alkohol-lösliche Pflanzenbestandteile aufnehmen und eignet sich dadurch für einen umfassenden Pflanzenauszug.
In der alchemistischen Sprache wird der Alkohol häufig auch als ein Träger oder Vermittler betrachtet, der die löslichen und flüchtigen Qualitäten der Pflanze aufnehmen und bewahren kann.
3. Die Extraktion im Sonnenlicht
Der angesetzte Kräuterauszug wird über mehrere Wochen der natürlichen Kraft der Sonne ausgesetzt. Die Extraktion dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Während dieser Zeit wird der Ansatz bewusst dem Sonnenlicht und der natürlichen Wärme ausgesetzt.
In der Tradition der Spagyrik kommt der Sonne eine besondere Bedeutung zu. Sie wird nicht lediglich als Wärmequelle verstanden, sondern als eine natürliche Kraft, die den Prozess der Reifung und Umwandlung begleitet.
Die meisten Tinkturen werden heute lichtgeschützt hergestellt, da auf diese Art die Zusammensetzung möglichst konstant und reproduzierbar bleibt.
Wir haben uns dennoch bewusst für den traditionellen Sonnenansatz entschieden. Die Pflanze darf während des Auszugs im natürlichen Sonnenlicht reifen – so, wie sie auch in der Natur gewachsen ist. Aus unserer Erfahrung entsteht dadurch ein besonders harmonischer und vollständiger Pflanzenauszug. Der Alkohol schützt die Pflanzeninhaltsstoffe während der Extraktion in der Sonne dabei weitgehend.
Der Sonnenansatz hat eine jahrhundertealte Tradition und wurde insbesondere von Paracelsus, der Alchemie und später der Spagyrik geprägt. In diesem Verständnis ist die Sonne weit mehr als eine Wärmequelle: Sie gilt als Träger der Lebens- und Entwicklungskräfte, welche die Pflanze während des Auszugs begleiten und unterstützen. Nach der Naturphilosophie des Paracelsus verbindet der Sonnenauszug den Makrokosmos – die Kräfte der Natur – mit dem Mikrokosmos Mensch. Heilpflanzen werden dabei als Vermittler zwischen beiden verstanden. Im Mittelpunkt steht deshalb nicht nur die Summe einzelner Inhaltsstoffe, sondern die Pflanze als lebendiges Ganzes.
Natürlich kann dieser Herstellungsweg leichte Variationen in den Tinkturen mit sich bringen. Für uns ist dies jedoch kein Qualitätsverlust, sondern Ausdruck eines naturbelassenen Herstellungsprozesses. Jede Pflanze ist ein Unikat und darf ihren natürlichen Charakter auch in der Tinktur bewahren.
Wir sind der Überzeugung, dass traditionelle Pflanzenkunde und sorgfältiges Handwerk eine besondere Qualität hervorbringen.
4. Die lange Reifezeit
Während der vier bis sechs Wochen bleibt der Kräuteransatz in der Sonne stehen und kann langsam extrahieren.
Die lange Dauer ist bewusst gewählt. Eine Pflanze gibt ihre Bestandteile nicht unbedingt in kurzer Zeit vollständig an ein Lösungsmittel ab. Durch die längere Kontaktzeit kann der Alkohol nach und nach weitere lösliche Bestandteile aufnehmen.
Der Ansatz wird während dieser Zeit aufmerksam begleitet, täglich geschüttelt und kontrolliert.
Durch das Ruhen setzen sich vor allem schwerere Pflanzenteile, wie beispielsweise Wurzeln, am Boden der Gläser ab. Das regelmäßige Schütteln löst diese wieder vom Boden und bringt das gesamte Pflanzenmaterial erneut in guten Kontakt mit dem Alkohol, so werden die Inhaltsstoffe der Pflanze optimal gelöst.
5. Das Pressen des Kräuteransatzes
Nach der Reifezeit wird der Kräuteransatz sorgfältig gepresst. Dabei wird die Flüssigkeit vom festen Pflanzenmaterial getrennt. Die gewonnene Flüssigkeit enthält nun den alkoholischen Kräuterauszug.
Das ausgepresste Pflanzenmaterial – der sogenannte Trester – wird jedoch nicht entsorgt! Das ist ein besonders wichtiger Bestandteil unseres Herstellungsprozesses.
6. Die Kalzinierung des Tresters
Spagyrik
In einem gewöhnlichen Kräuterauszug würde der feste Pflanzenrückstand nach dem Pressen meist als Abfall betrachtet werden.
In der spagyrischen Herstellung wird die Pflanze jedoch als Ganzes betrachtet. Auch im festen Pflanzenmaterial befinden sich Bestandteile, die im Alkohol nicht oder nur unzureichend löslich sind und somit einem weiteren Verarbeitungsschritt zugeführt werden – der Kalzination.
Der ausgepresste Kräutertrester wird anschließend einem kontrollierten Kalzinierungsprozess unterzogen.
Dabei wird das organische Pflanzenmaterial durch starke Erhitzung weiter umgewandelt, bis die organischen Bestandteile weitgehend entfernt sind und die mineralischen Bestandteile der Pflanze zurückbleiben.
Diese mineralische Rückstandssubstanz wird traditionell auch als das „Salz“ der Pflanze bezeichnet.
In der spagyrischen Symbolik werden die drei großen Prinzipien häufig als Mercurius, Sulfur und Sal beschrieben.
7. Gewinnung der mineralischen Bestandteile: Auflösen mit Quellwasser
Die gewonnenen mineralischen Bestandteile werden anschließend mit Quellwasser versetzt. Das Wasser dient dazu, die mineralischen Bestandteile wieder in eine lösliche Form zu überführen.
Dabei wird die mineralische Substanz sorgfältig mit dem Wasser vermischt, bis sich die löslichen Bestandteile möglichst vollständig im Wasser befinden.
Quellwasser
Wasser ist ein grundlegendes Element und ein wichtiges Lösungsmittel in der Natur.
Durch die Verwendung von Quellwasser wird der mineralische Anteil wieder in eine flüssige, lösliche Form überführt. Wir verwenden Quellwasser aus einer heimischen Quelle, direkt abgefüllt an ihrem Ursprungsort. Dieses Quellwasser ist für uns weit mehr als ein einfaches Lösungsmittel. Es entspringt unmittelbar der Natur und wird in seiner ursprünglichen Qualität verwendet. Seine Reinheit und natürliche Herkunft machen es zu einem besonders wertvollen Bestandteil unserer Herstellung.
Unser Wasser beziehen wir von der Seisenstein Quelle aus den Wildalpen in Österreich. Die Quelle wird regelmäßigen Kontrollen unterzogen und mit Zertifikaten versehen. In der traditionellen alchemistischen Betrachtung wird dadurch der feste Anteil der Pflanze wieder in den Kreislauf des Herstellungsprozesses zurückgeführt.
8. Mehrfaches Filtern und Reinigen
Nach dem Auflösen wird die mineralische Lösung mehrfach sorgfältig filtriert. Dabei werden nicht lösliche Rückstände und unerwünschte feste Partikel entfernt. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, bis eine möglichst klare und gereinigte mineralische Lösung entsteht.
In der traditionellen alchemistischen Sprache entspricht dieser Prozess dem Gedanken der Reinigung und Läuterung.
9. Die Wiedervereinigung der Pflanzenbestandteile
Nachdem der alkoholische Kräuterauszug gewonnen und die mineralischen Bestandteile gereinigt und gelöst wurden, werden beide wieder miteinander vereint. Die mineralische Lösung wird der Kräutertinktur wieder beigemengt. Damit werden die zuvor getrennten Bestandteile der Pflanze wieder zusammengeführt. Dieser Schritt ist ein wesentlicher Kern der spagyrischen Herstellung.
Wortherkunft
Das Wort Spagyrik leitet sich aus den griechischen Begriffen spao (trennen) und ageiro (wieder zusammenführen) ab.
Warum werden die Bestandteile wieder vereint?
Die Pflanze wurde während des Herstellungsprozesses bewusst in ihre verschiedenen Bestandteile aufgeteilt:
- Die alkoholisch löslichen Bestandteile wurden extrahiert.
- Der feste Pflanzenrückstand wurde weiterverarbeitet.
- Die mineralischen Bestandteile wurden durch Kalzinierung gewonnen.
- Diese Mineralien wurden mit Quellwasser gelöst und gereinigt.
- Anschließend werden die verschiedenen Bestandteile wieder miteinander verbunden.
Die Trennung dient somit nicht dazu, einen Teil der Pflanze dauerhaft zu entfernen, sondern dazu, die verschiedenen Bestandteile getrennt zu bearbeiten und anschließend wieder zu einem gemeinsamen Auszug zusammenzuführen.
10. Die fertige spagyrische Kräutertinktur
Nach der Wiedervereinigung entsteht unsere fertige Kräutertinktur nach traditionellem spagyrischem Herstellungsprinzip. Sie enthält den alkoholischen Kräuterauszug zusammen mit den aufbereiteten mineralischen Bestandteilen der Pflanze.
Herstellungsprozess
Der gesamte Herstellungsprozess umfasst somit:
- Pflanze → Extraktion → Trennung → Pressung → Kalzinierung → Auflösung → Filtration → Wiedervereinigung
Oder in den traditionellen Begriffen:
- Trennen – Reinigen – Umwandeln – Wiedervereinigen
Im Hintergrund des Bildes befindet sich die reine Kräutertinktur nach der Extraktion, der alkoholische Auszug der Pflanze, noch ohne die mineralischen Bestandteile. Im Vordergrund ist die weiterverarbeitete Tinktur, der die zuvor durch Kalzinierung gewonnenen, mineralischen Bestandteile der Pflanze wieder beigefügt wurden.
Wie im Beispielbild zu sehen, färbt sich unsere Curcuma Tinktur nach Zugabe der Mineralien in einem kräftigen Rot. Dies lässt den Schluss zu, dass die Mineralien ihr eine besondere Tiefe und Ganzheitlichkeit verleihen.
Das Bild zeigt den Unterschied einer herkömmlichen Kräuter Tinktur und einer spagyrischen Tinktur mit zugefügten Pflanzenminderalien.
11. Das Abfüllen der fertigen Kräutertinkturen
Nachdem unsere Kräutertinkturen fertig hergestellt sind, beginnt der nächste wichtige Schritt: die Abfüllung.
Dafür verwenden wir eine moderne Abfüllmaschine, die jede Braunglasflasche präzise mit der richtigen Menge Tinktur befüllt. Der gesamte Prozess wird dabei von einem geschulten Mitarbeiter bedient und überwacht. So stellen wir sicher, dass jede einzelne Flasche unseren hohen Qualitätsansprüchen entspricht.
Direkt im Anschluss werden die Flaschen mit ihren Etiketten versehen. Dadurch erhält jede Tinktur eine saubere, hochwertige Kennzeichnung mit allen wichtigen Informationen.
12. Nachhaltig verpackt – von Hand und mit Sorgfalt
Ist die Abfüllung abgeschlossen, wird jede Bestellung von unserem Team sorgfältig von Hand verpackt. Dabei verzichten wir bewusst vollständig auf Kunststoff und verwenden ausschließlich Papier und Karton als Verpackungsmaterial. So schützen wir nicht nur Ihre Bestellung zuverlässig, sondern leisten auch einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.
Jedes Paket wird mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail zusammengestellt. Sobald Ihre Bestellung fertig verpackt ist, wird sie noch am selben Tag an den Versanddienstleister übergeben und auf den Weg zu Ihnen gebracht. So gelangen unsere Kräutertinkturen schnell und sicher zu Ihnen nach Hause.